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Nachruf: Herbert Fontaine verstorben.

 

Mitherbert fontaine Betroffenheit haben wir und langjährige Weggefährten des CGB und der GÖD erfahren, dass unser geschätzter Kollege Herbert Fontaine am Sonntag, den 18. August 2019 nach schwerer Krankheit im Alter von 68 Jahren verstorben ist.

 

Diplom- Ingenieur Herbert Fontaine war ein engagierter christlicher Gewerkschafter, der sich stets für die Belange der Arbeitnehmer sowie der christlichen Gewerkschaften eingesetzt hat.

 

Seit 1977 war Herbert Fontaine Mitglied der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) und seit 1986 Landesvorsitzender der GÖD Saar. Diese Funktion hatte er bis 2017 inne und war danach bis zu seinem Tod als stellvertretender Landesvorsitzender tätig.

 

2004 wurde der GÖD Regionalverband Südwest gegründet. In der 15-jährigen Bestandzeit des Regionalverbandes war Herbert Fontaine dessen Vorsitzender und vertrat mit viel Engagement und Hingabe die Interessen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

 

 

Das große Engagement von Herbert Fontaine zeigt sich auch durch Übernahme vieler weiterer ehrenamtlicher Funktionen. So war er lange Jahre auch Vorsitzender und Obmann des Prüfungs- und Einigungsgremiums des GÖD Bundesverbandes und war stellvertretender Landesvorsitzender des CGB Saar. Im Rahmen seiner Tätigkeit für den CGB Saar war Herbert Fontaine auch viele Jahre Mitglied der Vertreterversammlung der Arbeitskammer des Saarlandes und wurde als ehrenamtlicher Richter an die saarländischen Arbeitsgerichte bis hin zum Landesarbeitsgericht berufen. Darüber hinaus war er u.a. auch Mitglied im Wirtschafts- und Sozialausschuss der Großregion Saar-Lor-Lux-Rh/Pf. und der Wallonie (Belgien).

 

In seinem beruflichen Leben war Herbert Fontaine Architekt und zuletzt Amtsleiter der Bauaufsicht des Landkreises Saarlouis. Herbert Fontaine hat über viele Jahre die Interessen der Arbeitnehmer in verschiedenen Personalratsgremien bis hin zum Hauptpersonalrat des Innenministeriums vertreten

 

Darüber hinaus engagierte sich Herbert Fontaine auch politisch in der CDU und CDA Saar. Er gehörte seit 1984 dem Stadtrat seiner Heimatstadt Saarlouis an und war zuletzt als das dienstälteste Mitglied des Stadtrates bekannt. Des Weiteren übte er in den verschiedenen Aufsichtsgremien seiner Heimatstadt diverse Funktionen aus. Sein Einsatz und sein langjähriges Wirken wurden mit der Verleihung der „Freiherr-von-Stein-Medaille“ honoriert.

 

Herbert Fontaine hat über viele Jahrzehnte seines Lebens in vielen Funktionen auf Landes- und Bundesebene maßgeblich zum weiteren Ausbau der Christlichen Gewerkschaften und insbesondere auch des CGB und der GÖD im Saarland beigetragen.

 

Mit Herbert Fontaine verlieren wir einen engagierten, gradlinigen und hilfsbereiten Gewerkschaftskollegen und Freund.

 

Unser besonderes Mitgefühl gilt seiner Familie und wir wünschen seinen drei Söhnen und den weiteren Angehörigen Kraft und Gottes Segen in dieser schweren Zeit.

 

Wir werden Herbert Fontaine ein ehrendes Andenken bewahren !

 

Für den GÖD-Bundesverband

 

Raymund Kandler

Vorsitzender

 

Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler