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Erfolgreiche Verhandlungen in Bonn

Abschluss eines GöD -Personalüberleitungstarifvertrags in der Sparte Energieversorgung.

TV Bonn

Die Neuordnung der Netzgesellschaft im Stadtwerke Bonn Konzern (SWB) bedeutet gleichzeitig einen Personalübergang von über 300 Beschäftigten von der Energie -und Wasserversorgung Bonn-Rhein/Sieg GmbH (EnW) in die Bonn-Netz GmbH.

In der Organisationsstruktur innerhalb des Stadtwerke Konzerns sind beide GmbHs eigenständige Unternehmen.

Auf der Betriebsratsebene wurde bei der Gründung der "kleinen Netzgesellschaft" im Jahre 2007 ein Vertragswerk mit der GöD im Sinne eines Gemeinschaftsbetriebs im Stadtwerke Bonn Konzern geschlossen. Für die Beschäftigten hatte sich mit dem Übertritt in die Bonn-Netz GmbH nichts verändert.

Somit erfolgt die Interessenvertretung beider Unternehmen für insgesamt 523 Beschäftigte über einen Betriebsrat. Dies vor dem Hintergrund einer "schlanken Netzgesellschaft" mit 11 Beschäftigten in der Bonn-Netz GmbH. Im Ergebnis wurde somit bei der Einführung der Bonn-Netz GmbH in Jahre 2007 den

Anforderungen der Netzregulierung Rechnung getragen.

Aktuell stehen wir in der Energieversorgung vor neuen Herausforderungen. Die Rahmenbedingungen für Netzbetreiber in der Strom -und Gasversorgung haben sich durch die 6. Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes verschärft. Resultierend daraus hatten die Geschäftsführungen beider Gesellschaften im SWB-Konzern die Zielsetzung, Personal aus der EnW in die Bonn-Netz GmbH zu überführen. Dies vor dem Hintergrund, größtmögliche Effizienz im Konzernverbund der Stadtwerke Bonn zu sichern. Ein Personalübergang von ca. 300 Beschäftigten von der EnW in eine "große Netzgesellschaft" wirkt sich nach Einschätzung aller Entscheidungsträger grundsätzlich positiv auf die Konzernentwicklung und ihrer Beschäftigten aus. Der Betriebsrat der EnW startete gemeinsam mit dem Arbeitsdirektor des SWB Konzerns das Projekt "Stabilisierung Netzentgelte/Arbeitsgruppe Personal". In dieser Arbeitsgruppe wurden die Grundlagen des Personalübergangs erarbeitet. Die betriebswirtschaftliche Vorteilhaftigkeit einer "großen Netzgesellschaft" wurde untersucht und im Ergebnis belegt. Betriebsrat und Arbeitgeber organisierten gemeinsame Informationsveranstaltungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wobei die Untersuchungsergebnisse nachvollziehbar dargestellt wurden. Die Beschäftigten waren bereit diesen Weg mit zu gehen. Vor diesem Hintergrund wurden die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber seitens der GöD im Bezug zu einem Personalüberleitungstarifvertrag aufgenommen. Im Oktober des letzten Jahres wurden erste Sondierungsgespräche durchgeführt. Nach drei Verhandlungsrunden der örtlichen Tarif - und Verhandlungskommission der GöD konnte noch vor Weihnachten ein Überleitungstarifvertrag für die Beschäftigten zunächst paraphiert und im Anschluss mit Datum 07.01.2015 abgeschlossen werden.

Im Ergebnis sind die rechtlichen und tarifvertraglichen Voraussetzungen für die organisatorischen und personalrechtlichen Maßnahmen im Einvernehmen mit den Geschäftsführungen, Betriebsrat und Tarifvertragsparteien geschaffen worden. Der Personalüberleitungstarifvertrag sichert langfristig die Arbeitsplätze und die damit in Verbindung stehenden Aufgabenfelder in der Energieversorgung im Stadtwerke Bonn Konzern.

Wesentliche Inhalte des Personalüberleitungstarifvertrags

  • Beschäftigungssicherung für alle Beschäftigten bis 31.12.2019
  • Bisheriges Tarif -und Betriebsrecht wird weitergeführt
  • Rechts -und Besitzstandswahrung aller Beschäftigten
  • Festschreibung einer ergänzenden Betriebsvereinbarung
  • zur leistungsorientierten Bezahlung (Abschluss durch Betriebsrat)
  • Regelungen für Beschäftigte im befristeten Arbeitsverhältnis zur Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Als Verhandlungsführer der Gewerkschaft GöD bin ich sehr zufrieden mit dem Vertragswerk zur Überleitung des Personals von der EnW GmbH in die Bonn-Netz GmbH. Das Projekt zur Überleitung der Beschäftigten wurde in einem Zeitraum von vier Monaten umgesetzt. Dieser Erfolg, im Sinne einer positiven Konzernentwicklung auf dem Gebiet der Energieversorgung, konnte nur im guten Zusammenspiel zwischen Arbeitgeber, Betriebs -und Aufsichtsrat sowie den Gewerkschaften erzielt werden. Als Vorsitzender der Verhandlungskommission der GöD gilt mein besonderer Dank den GöD-Kommissionsmitglieder Thomas Trimborn, Tobias Sterl, Hans-Werner Seelhoff, Frank Kurth und Rolf Driller.

Unsere gemeinsame Strategie in der Verhandlungsführung im Sinne unserer Beschäftigten hat uns am Ende zum Erfolg geführt. Wir sind für die zukünftigen Aufgabenstellungen in der Energie -und Wasserversorgung Bonn- Rhein/Sieg GmbH sowie in der Bonn-Netz GmbH gut vorbereitet.

portrait behrStefan Behr
Vorsitzender
GÖD Bezirksverband Bonn-Rhein/Sieg

 

Schlagzeilen

NEUER LOHNTARIFVERTRAG FÜR DAS WACH-UND-SICHERHEITSGEWERBE NIEDERSACHSEN

Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) hat mit der BDWS Landesgruppe Niedersachsen am 01. April 2011 einen neuen Lohntarifvertrag mit einer Laufzeit vom 01.06.2011 - 31.12.2013 für das Wach- und Sicherheitsgewerbe abgeschlossen.