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Willkommen im Regionalverband SüdWest

Die Vorstände der drei Landesverbände Saarland, Hessen und Rheinland-Pfalz hatten bereits 2004 in mehreren Arbeitssitzungen über eine zukunftsfähige, modere und schlagkräftige GÖD im Südwesten diskutiert und ein entsprechendes Strategiepapier in den einzelnen Landesverbänden zur Diskussion gestellt.

Im Vordergrund bei all unseren Überlegungen standen das erarbeiten von Synergieeffekten. So zum Beispiel eine gemeinsame Mitgliederverwaltung, eine gemeinsame, mit hauptamtlichen Kräften besetzte, Geschäftsstelle, eine Rechtsberatung durch qualifiziertes Personal bis hin zu der gemeinsamen Planung von Seminaren und  Schulungen.

Diese Überlegungen fanden rasch die Zustimmung der drei Landesverbände und in Anlehnung an die Bundessatzung wurde eine Satzung für einen Regionalverband erarbeitet.

Die drei Landeskongresse stimmten dem Satzungsentwurf und der Gründung eines Regionalverbandes Süd/West einstimmig, bzw. mit überwältigender Mehrheit zu und wählten ihre Delegierten für den Gründungskongress.

Im Bildungszentrum der Arbeitskammer in Kirkel war es dann nur noch eine Formsache für die Delegierten der drei Landesverbände die Satzung zu beschließen und einen gemeinsamen Regionalverbandsvorstand zu wählen.

Ganz wichtig für alle war, dass entsprechend den Bundesländern auch in Zukunft drei Landesverbände der GÖD in der Satzung der GÖD verankert  bleiben, sodass jeder GÖD Landesvorstand weiterhin seine Kontakte zu seiner Landesregierung pflegen kann.

 

 

 

Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler