west.goed-online.de

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst in Hessen

Gewerkschaften und das Land Hessen haben sich am 3. März 2017 auf einen Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst in Hessen geeinigt. Seit dem Austritt des Landes Hessen aus der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) im Jahr 2004 führt das Land Hessen als einziges Bundesland neben der TdL eigenständige Tarifverhandlungen.

Die Tarifeinigung sieht folgende Eckpunkte vor:

  • Entgelterhöhung von 2,0 Prozent ab dem 1. März 2017 mit sozialer Komponente von mindestens 75 Euro.
  • Weitere Erhöhung um 2,2 Prozent ab dem 1. Februar 2018
  • Erhöhung der Entgelte für Auszubildende zum 1. März 2017 und 1. Februar 2018 um jeweils 35 Euro sowie einen zusätzlichen Urlaubstag
  • Stufengleiche Höhergruppierungen - nach einer Höhergruppierung wird künftig kein Beschäftigter um eine Stufe zurückfallen.
  • Zusätzliche Endstufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15
  • Fachkräftezulage bis zu 1.000 Euro, insbesondere für technische Berufen,
  • wie IT oder Ingenieure
  • Ein hessenweites Jobticket für den öffentlichen Personennahverkehr für alle Landesbediensteten ab dem 1. Januar 2018
  • Zusätzliche Unterstützung für Forstbeschäftigte, die ihren eigenen PKW im Dienst nutzen.

Jetzt ist das Land Hessen in der Pflicht, dieses Ergebnis zeit- und wirkungsgleich für die Beamtinnen und Beamten sowie Versorgungsempfänger des Landes und der Kommunen zu übertragen.

München, im März 2017

 

Schlagzeilen

ARBEITNEHMERFREIZÜGIGKEIT

Zum 1. Mai 2011 endet die siebenjährige Übergangszeit für die acht osteuropäischen Staaten, die 2004 der EU beigetreten sind und die damit verbundenen Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU. Dies sind Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Bürger dieser Staaten können sich damit künftig frei auf dem deutschen Arbeitsmarkt bewerben. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt als eine der Grundfreiheiten in der EU - neben dem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit rechnet mit rund 100.000 Menschen, die wegen der Freizügigkeit pro Jahr zusätzlich nach Deutschland kommen werden.
Vor diesem Hintergrund ist es äußerst wichtig, für weitere Branchen im Rahmen des Arbeitnehmerentsendegesetzes Mindestlöhne festzusetzen, die von in- und ausländischen Unternehmen und Betrieben nicht unterschritten werden dürfen.  Dies gilt insbesondere für das Wach- und Sicherheitsgewerbe und die Zeitarbeit.