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Tarifeinigung im privaten Omnibusgewerbe im Saarland

Um 6,9% erhöhen sich die Löhne und Gehälter sowie die Ausbildungsvergütungen im privaten Omnibusgewerbe des Saarlandes. Hinzukommt noch eine Einmalzahlung in Höhe von 350 EUR und 80 Euro für die Auszubildenden. Gewerkschaftsmitglieder müssen das Ergebnis noch annehmen.

Die Gewerkschaft GÖD (Gewerkschaft öffentlicher Dienst und Dienstleistungen) im Saarland und der Landesverband Verkehrsgewerbe Saarland (LVS) erzielen nach zähen Verhandlungen, in der zweiten Verhandlungsrunde, am 08.05.2013 eine Tarifeinigung für die Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe für das Saarland. Das Tarifergebnis sieht eine Lohn- und Gehaltssteigerung sowie Erhöhung der Ausbildungsvergütungen von 6,9 % vor und eine Einmalzahlung von 350,- EUR und für die Auszubildenden in Höhe von 80,- EUR vor. Die untere Gehaltsgruppe wurde um 141,38 EUR auf 1478,32 EUR angehoben, sodass nun auch im privaten Omnibusgewerbe für Angestellte mit einfachen Tätigkeiten ein Mindeststundenlohn von 8,50 EUR von der Gewerkschaft GÖD durchgesetzt werden konnte.

Am Mittwoch, den 08.05.2013 fanden zwischen der Gewerkschaft GÖD und LVS Tarifverhandlung für die Beschäftigten im privaten Omnibusgewerbe des Saarlandes statt. Die zweite Tarifrunde zwischen der Gewerkschaft GÖD und dem Arbeitgeberverband LVS war notwendig geworden, nach dem die GÖD-Mitglieder das erste Verhandlungsergebnis in einer Abstimmung abgelehnt hatten. Nun liegt ein verbessertes Angebot von 6,9% in drei Schritten vor. Zum 01.05.2013 erhalten die Beschäftigten 2,4%, 01.01.2014 2,3% und 01.01.2015 2,2%. Die Laufzeit des Tarifvertrages endet zum 31.08.2015. Gegenüber dem ersten Ergebnis konnte die Gewerkschaft GÖD eine Steigerung von 6,4% (2,3%, 2,4%, 1,8%) auf 6,9 %, mithin um 0,4% sowie eine kürzere Laufzeit des Tarifvertrages erreichen. Schließlich wird auch die Einmalzahlung um 50.- EUR von 300,- auf 350,- EUR erhöht. Die Tarifeinigung steht nun unter dem Vorbehalt der Annahme durch die GÖD- Mitgliederbefragung. Keine Einigung konnten die Tarifparteien in Bezug auf die Reduzierung der Wochenarbeitszeit von 42 auf 40 Stunden treffen. Dennoch ist der GÖD – Verhandlungsführer Nico Caló optimistisch, dass das Ergebnis von den Mitgliedern angenommen wird. In einer GÖD - Fachgruppenversammlung am 02.05.2013 in Saarbrücken ging es den Mitgliedern um eine kürzere Laufzeit des Tarifvertrags und eine verbesserte Entgelterhöhung. Beide Forderungen der GÖD Mitglieder haben wir in der zweiten Tarifrunde erfüllen können, so der GÖD – Verhandlungsführer Nico Caló. „Wir haben eine bessere Ausgangsposition für die Mitgliederbefragung als vorher“ ergänzt der GÖD – Fachgruppenvorsitzender Tim Benjamin Giepen und wirbt für die Annahme des Tarifergbnis.

 

Ab sofort laufen die Vorbereitungen für die Durchführung der Mitgliederbefragung. Bis zum 15.05.2013 müssen sich die GÖD – Mitglieder zum Tarifergebnis äußern.

 

Saarbrücken, den 10.05. 2013

 

Verantwortlich: Nico Caló

Telefon. 0681 / 92 728 31, Mobil: 0176 / 68 920 959

Telefax.: 0681 / 92 728 33,E-Mail:

 

Schlagzeilen

ARBEITNEHMERFREIZÜGIGKEIT

Zum 1. Mai 2011 endet die siebenjährige Übergangszeit für die acht osteuropäischen Staaten, die 2004 der EU beigetreten sind und die damit verbundenen Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU. Dies sind Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Bürger dieser Staaten können sich damit künftig frei auf dem deutschen Arbeitsmarkt bewerben. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt als eine der Grundfreiheiten in der EU - neben dem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit rechnet mit rund 100.000 Menschen, die wegen der Freizügigkeit pro Jahr zusätzlich nach Deutschland kommen werden.
Vor diesem Hintergrund ist es äußerst wichtig, für weitere Branchen im Rahmen des Arbeitnehmerentsendegesetzes Mindestlöhne festzusetzen, die von in- und ausländischen Unternehmen und Betrieben nicht unterschritten werden dürfen.  Dies gilt insbesondere für das Wach- und Sicherheitsgewerbe und die Zeitarbeit.