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Gliederungsversammlung des Landesverbandes NRW

Am 06. November 2010 wurde in der Bildungsstätte Wolfsburg in Mülheim an der Ruhr zur diesjährigen Gliederungsversammlung der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) des Landesverbandes NRW um 10:30: Uhr eingeladen.

Unter erheblichen Anreiseschwierigkeiten verschiedener Teilnehmer, bedingt durch Tagesbaustellen auf den Autobahnen wurde unter der Leitung des Vorsitzenden Jürgen Cremer erst um 11:30 Uhr die Versammlung eröffnet.

Gregor Targowski Sekretär des Landesverbandes NRW berichtete ausführlich aus dem Bereich „Betriebliche Interessenvertretung“. Unsere Kolleginnen und Kollegen der GÖD sind das „Sprachrohr“ der GÖD zu Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieben und Verwaltungen und verbindet diesen unermüdlichen Einsatz als Betriebsräte und Personalräte mit der Aufforderung „macht weiter so“, denn nur so können wir weitere Mitglieder gewinnen.

Mitbestimmung muss in manchen Betrieben auch eingefordert, gelebt und durchgesetzt werden und wenn nötig auch über die zuständigen Arbeitsgerichte in der Eskalationsphase.

Nur dann werden die berechtigten Arbeitnehmerinteressen auch im Betrieb und Verwaltung umgesetzt.

Deshalb brauchen wir einen Betriebsrat einen Personalrat der den Dialog und die Mitentscheidung für den Betrieb, für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sucht.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurden im Rahmen dieser Versammlung langjährige Mitglieder geehrt.

Franz Heitbaum, Werne, 55 Jahre; Günter Wittwer, Münster, 50 Jahre; Ferdinand Lutz, Netphen, 45 Jahre; Gerhard Schönebeck, Siegen, 35 Jahre;  und für 30 Jahre die Kollegen Jürgen Cremer, Mönchengladbach, Hans-Ulrich Krings, Bedburg-Hau, Walter-Horst Naczke, Duisburg und Richard Morawitz, Duisburg.

Gregor Targowski dankte allen geehrten Kollegen für ihren besonderen Einsatz für die GÖD-Landesverband NRW.

Im Anschluss der Ehrungen fand eine Berichterstattung aus den verschiedensten Gliederungen des Landesverbandes statt. Alle Teilnehmer bezeichneten diese und andere Gliederungsversammlungen des Landesverbandes als eine liebgewordene und mit Informationen ausgekleidete Veranstaltung. Die nächste Gliederungsversammlung wurde auf den 05.11.2011 terminiert

Auf Vorschlag der Teilnehmer findet ein Treffen der Betriebsgruppenleitungen des GÖD-Landesverbandes NRW am 15.01.2011 statt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zu dem Bild von links nach rechts

Günter Wittwer, Jürgen Cremer, Franz Heitbaum, Gerhard Schönebeck, Hans-Ulrich Krings, Walter-Horst Naczke, Richard Morawitz, Ferdinand Lutz

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Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler