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Betriebsratswahlen bei den Stadtwerken Bonn

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Wahlerfolg für die GÖD bei der Energie -und Wasserversorgung

Erwartungsgemäß hat die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) in Bonn ein ausgezeichnetes Wahlergebnis erzielt. Der Wahlsieg ist ein Erfolg für die Betriebsräte der GÖD bei der Energie - und Wasserversorgung Bonn-Rhein/Sieg GmbH (EnW) im Stadtwerke Bonn Konzern.

In den zurückliegenden vier Jahren war die Arbeit des Betriebsrates nicht immer einfach. Der steigende Kostendruck im Stadtwerke Konzern nimmt stetig zu. Der liberalisierte Energiemarkt hat Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der EnW. Die Suche nach Synergien innerhalb der EnW, wie auch im Stadtwerke Konzern, wird stetig weiterverfolgt, da der Eigentümer, die Stadt Bonn, ein ausgeglichenes Geschäftsergebnis im Konzern der Stadtwerke Bonn erwartet. Das Spannungsfeld des Kostendruckes in Verbindung zur Aufgabenerledigung und Qualitätssicherung ist zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber in seiner jeweiligen Sichtweise nicht immer gleich zu bewerten. An dieser Stelle die Interessen der Beschäftigten zu vertreten setzt Verhandlungsgeschick und eine Nachhaltigkeit des Betriebsrates voraus. Der mehrheitlich durch GÖD- Mitglieder besetzte Betriebsrat der EnW hat im Interesse aller Beschäftigten in seiner zurückliegenden Amtszeit gute Arbeit geleistet.

Für die Betriebsratswahlen der EnW am 6. Mai 2014 war die Zielsetzung der GÖD, wie bei den letzten Wahlen, ein gutes Wahlergebnis zu erzielen und die Mehrheit an Betriebsratssitzen wieder zu erreichen.

Insgesamt waren 34 Kandidaten auf der GÖD Liste zur Betriebsratswahl in der EnW vertreten. Die Wahlbeteiligung lag bei 77%. In der EnW waren 518 Beschäftigte wahl- und stimmberechtigt. 399 Stimmen wurden abgegeben, 4 Stimmen waren ungültig.

Auf die Liste 1 GÖD entfielen 245 Stimmen (62%)

Auf die Liste 2 Ver.di entfielen 150 Stimmen (38%)

Somit wurden die GöD-Kandidaten Hans-Werner Seelhoff, Stefan Behr, Rolf Driller, Frank Kurth, Simona Hartwig, Thomas Trimborn und Tobias Sterl in den Betriebsrat der Energie- und Wasserversorgung Bonn-Rhein/Sieg GmbH gewählt.

Die Vertretung im 11er- Betriebsratsgremium der EnW ist somit:

Liste GÖD - 7 Sitze im Betriebsrat / Liste Ver.di - 4 Sitze im Betriebsrat.

In der konstituierenden Sitzung des Betriebsrates wurden der bisherige Vorsitzende Hans-Werner Seelhoff und sein Stellvertreter Stefan Behr wiedergewählt.

Trotz des Wahlerfolges übt die Betriebsratsspitze der GÖD-Vertreter in Selbstkritik. Der Vorsitzende der GÖD in Bonn und stellvertretende Betriebsratsvorsitzende der EnW, Stefan Behr, resümiert das Ergebnis:

"Trotz unseres Wahlsieges sollten wir zur Kenntnis nehmen, dass nicht mehr alle unserer Botschaften bei der Belegschaft ankommen. Dies gilt es in der Zukunft zu verbessern. Dieser Wahlerfolg ist hart erkämpft und für uns ein klares Signal im Bezug zur Mitarbeitervertretung in der EnW. Der Stimmenanteil für uns als GÖD ist rückläufig. Waren es im Jahr 2006 satte 74% und in 2010 noch über 62% Wählerinnen und Wähler die uns als GÖD- Vertreter für den Betriebsrat gewählt haben, sind es aktuell noch genau 62% an Stimmenanteil für die GÖD-Liste. An dieser Stelle gilt es die Arbeit von Betriebsräten deutlicher in die Belegschaft hinein zu vermitteln. Wir als Betriebsräte der GÖD haben unsere gesetzten Ziele erreicht. Dies für alle Beschäftigten in der EnW. Zukünftig muss für mehr Transparenz der Betriebsratsarbeit in den Betrieben gesorgt werden. Wir werden genau an dieser Stelle unsere Arbeit als GÖD- Betriebsräte intensivieren und weiterhin mit unserem Engagement für unsere Kolleginnen und Kollegen unsere Arbeit zielgerichtet fortsetzen. Die GÖD-Betriebsräte fühlen sich dem Wohl und den Interessen aller Beschäftigten der EnW verpflichtet.

Als Vorsitzender der GÖD des Bezirksverbands Bonn- Rhein/Sieg beglückwünsche ich alle gewählten Betriebsräte in der EnW wie auch im Stadtwerke Bonn Konzern".

Abschließend möchten wir uns als Gewerkschaftsvertreter der GÖD wie auch als Betriebsräte der EnW bei allen Wählerinnen und Wählern bedanken, die uns ihr Vertrauen geschenkt haben. Nicht vergessen sollten wir den Wahlvorstand zur Betriebsratswahl in der EnW. Dieser hat wieder hervorragend gearbeitet. Hierfür vielen Dank. Wir alle freuen uns auf eine Konstruktive und zielorientierte Zusammenarbeit in der nun vor uns liegenden Amtszeit als Betriebsräte in der Energie -und Wasserversorgung Bonn- Rhein/Sieg GmbH.

Wir freuen uns auf die Zukunft!!

Stefan Behr

Vorsitzender

GÖD Bezirksverband Bonn-Rhein/Sieg

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Schlagzeilen

UNZULÄSSIGKEIT SOGENANNTER ABSTANDSKLAUSELN

Das BAG hat in seiner Entscheidung vom 23.3.2011 - 4 AZR 366/09 entschieden, dass es unzulässig ist, in einem Tarifvertrag einen festen Abstand von Sonderleistungen festzuschreiben, der als fester "Vorsprung" nur Gewerkschaftsmitgliedern zusteht. Demgegenüber ist eine tarifvertragliche Klausel, in der eine Sonderleistung für Gewerkschaftsmitglieder vereinbart ist, (sog. einfache Differenzierungsklausel), zulässig und wirksam (BAG v. 18. März 2009, 4 AZR 64/08)