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Tarifeinigung für das private Kraftomnibusgewerbe für das Land Nordrhein Westfalen !

Am 24.08.2011 wurde in den Tarifverhandlungen zwischen dem Verband Nordrhein-Westfälischer Omnibusunternehmen e.V. und dem Bundesverband der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst und Dienstleistungen (GÖD) und der DHV ein gutes Ergebnis im Lohn- und Gehaltstarifvertrag erzielt.

Im Ergebnis liegt der Abschluss über den der anderen Gewerkschaften in der dieser Branche.

Das Ergebnis im Überblick:

  • Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen werden ab 01.10.2011 um
    2,1 % und ab 01.10.2012 um weitere 2,0 % erhöht.
  • Die Lohn- und Gehaltstarifverträge können frühestens zum 30.09.2013 gekündigt werden.
  • In § 4 GTV wird die Staffelung in der Gehaltsgruppe neu gefasst:
  • In § 14 Abs2 Satz 1 MTV wird mit Wirkung ab 01.01.2012 die bisherige
    letzte Stufe der bisher altersabhängigen Urlaubsstaffelung gestrichen und
    durch folgende Betriebszugehörigkeitsstufen ersetzt:
    mind. 10 Jahren                         29 Tage
    mind. 15 Jahren                         30 Tage
  • GÖD und DHV können diesen Abschluss bis zum 02.09.2011 widerrufen

Der neue Lohn- und Gehaltstarifvertrag vom 24.08.2011. für die kaufmännischen und technischen Angestellten und Auszubildenden, sowie für die gewerblichen Arbeitnehmer lösen die Tarifverträge vom 08.07.2009 ab und sichert für die Zukunft den Arbeitsplatz. Diese Tarifverträge wurden von den Beschäftigten der Branche und unseren Fachleuten gestaltet.

Sie selbst sollen mitreden, sich selbst einbringen und mitbestimmen.

Gestalten wir die Zukunft mit Ihrer Mitgliedschaft zur GÖD gemeinsam

Nutzen Sie Ihre Chance zur konstruktiven Veränderung und werden Sie Mitglied der GÖD!

Übrigens: Tarifverträge gelten gem. § 4 Tarifvertragsgesetz nur für Mitglieder der tarifabschließenden Gewerkschaft!!

 

Gregor Targowski

 

Schlagzeilen

BAG ermöglicht sachgrundlose Befristung bei mehr als drei Jahren zurückliegender Zuvor-Beschäftigung!

Mit seiner Entscheidung vom 4. April hat das Bundesarbeitsgericht eine gravierende Änderung für befristete Arbeitsverträge herbeigeführt.

Gem. § 14 Abs. 2 TzBfG ist eine kalendermäßigen Befristung ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor kein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat.

Dies wurde bisher so ausgelegt, dass bei einer - auch über viele Jahre zurückliegenden - früheren Beschäftigung beim selben Arbeitgeber eine wirksame sachgrundlose kalendermäßige Befristung nicht mehr möglich ist.

Entsprechende befristete Arbeitsverträge wurden damit als unbefristet bewertet.

Nach der Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom 4. April 2011 ( Az: 7 AZR 716/09) ist nun auch eine sachgrundlose Befristung bis zu zwei Jahren möglich, wenn eine frühere Beschäftigung des Arbeitnehmers beim selben Arbeitgeber mehr als drei Jahre zurückliegt.

Dadurch soll nach Ansicht des 7. Senats verhindert werden, dass das dauerhafte Beschäftigungsverbot ein Einstellungshindernis darstellt.

Die Regelung des § 14 Abs. 2 Satz 2 TzBfG soll den Arbeitgebern ermöglichen, auf schwankende Auftragslagen und wechselnde Marktbedingungen flexibel zu reagieren. Daneben soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit der Dauerbeschäftigung geschaffen werden.

Raymund Kandler