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Fachausschusssitzung Dienstleistung Verkehr

Am 14.05.2011 fand in der Geschäftsstelle des GöD - Landesverbandes NRW für die anstehenden Lohn- und Gehaltsrunden des privaten Omnibusgewerbes im Land Nordrhein-Westfalen die Tarifausschusssitzung statt.

 

Der Landesvorsitzende Jürgen Cremer eröffnete die Sitzung und wünschte allen Teilnehmern viel Erfolg und einen guten Gesprächsverlauf.

Der Teilnehmerkreis setzte sich aus dem Tarifbereich des Nordrhein-Westfälischen Omnibusbetrieben NWO und des Unternehmens VEOLIA zusammen.

In der Einführung gab der Landessekretär Gregor Targowski einen Überblick über die christliche Sozialethik (Alle für Einen) zu den Begrifflichkeiten:

Tausch = Lohn ist ein Tausch gegen die Arbeitsleistung der Arbeitnehmer;

Investivlohn = Lohn für die Arbeit + Miteigentumsbildung;

Ertragsbeteiligung = Lohn für die Arbeit + künftige Erwartung auf den Ertrag des Unternehmens.

„Wie müssen langfristig wieder den Weg zwischen dem reinen Lohn hin zur Ertragsbeteiligung finden und bei den Arbeitgebern durchsetzen“, war die Grundaussage aller beteiligten dieser Runde. Dies wird ein steiniger und schwerer Weg sein, aber in kleinen Schritten ist dies möglich.

An den Beispielen der Lohn- und wirtschaftlichen Eckdaten aus dem Zeitraum April 2010 bis April 2011 wurden die künftigen Tarifforderungen festgelegt.

Die Sozialversicherung stieg um 0,5%, der Verbraucherindex um 2,6%, die wahrgenommene Inflation um 4,5% und die negative Lohndrift von 0,5% bezogen auf das Jahr 04/2010 zu 04/2011.

Dagegen sank durch die Unternehmensteuerreform festgelegten Steuern von 39% auf 30%. Die durchschnittlichen Erlöse der Unternehmen sind in dem Zeitraum von 4/2010 bis 4/2011 auf 10% gestiegen.

Die GöD wird mit der Forderung nach einer linearen Erhöhung von 4,6% in die anstehenden Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen einsteigen.

Am Schluss der Veranstaltung fand noch ein reger Gedankenaustausch zu den betrieblichen Notwendigkeiten für die Arbeitnehmer in den jeweiligen Unternehmen statt. Die Forderung der Tariferhöhung wurde von den Berichten der Teilnehmer aus den verschiedenen Tarif- Mitgliedsunternehmen ihrer Beschäftigten hinterlegt.

einige Teilnehmer v.l.n.r. Klaus Fischer, Gregor Targowski, Hans-Peter Weyer, Dirk Hohaus, Aydogan Coban

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Schlagzeilen

ARBEITNEHMERFREIZÜGIGKEIT

Zum 1. Mai 2011 endet die siebenjährige Übergangszeit für die acht osteuropäischen Staaten, die 2004 der EU beigetreten sind und die damit verbundenen Beschränkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit innerhalb der EU. Dies sind Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Die Bürger dieser Staaten können sich damit künftig frei auf dem deutschen Arbeitsmarkt bewerben. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit gilt als eine der Grundfreiheiten in der EU - neben dem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen und Kapital. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit rechnet mit rund 100.000 Menschen, die wegen der Freizügigkeit pro Jahr zusätzlich nach Deutschland kommen werden.
Vor diesem Hintergrund ist es äußerst wichtig, für weitere Branchen im Rahmen des Arbeitnehmerentsendegesetzes Mindestlöhne festzusetzen, die von in- und ausländischen Unternehmen und Betrieben nicht unterschritten werden dürfen.  Dies gilt insbesondere für das Wach- und Sicherheitsgewerbe und die Zeitarbeit.